Welche Neuerungen 2026 kommen in der Gastronomie?
Auch 2026 bringt wieder einige wichtige Änderungen für die Gastronomie – von neuen Dokumentationspflichten über die E-Rechnung bis hin zur Rückkehr des reduzierten Mehrwertsteuersatzes auf Speisen. Damit du und dein Team bestens vorbereitet seid, fassen wir die wichtigsten Neuerungen zusammen – klar und kompakt.
1. Mehrwertsteuer: Rückkehr zu 7 % auf Speisen
Ab dem 1. Januar 2026 gilt in der Gastronomie wieder der ermäßigte Mehrwertsteuersatz von 7 % auf Speisen. Getränke werden weiterhin mit 19 % besteuert.
Auswirkungen für deinen Betrieb
Mit der Umstellung sind folgende Anpassungen notwendig:
- MwSt-Sätze im Kassensystem (Speisen 7 %, Getränke 19 %)
- Preiskalkulation & Wareneinsatz prüfen
- Speise- und Getränkekarten aktualisieren
- Selfordering-Systeme, Online-Menüs & Liefersysteme anpassen
- Buchhaltung & FiBu-Schnittstellen überprüfen
Gut zu wissen: In LINA lassen sich Steuersätze zentral steuern und konsistent umsetzen.
2. Strengere Anforderungen bei Bewirtungskosten
Das neue Schreiben des Bundesfinanzministeriums vom 19.11.2025 verschärft die formalen Pflichten rund um Bewirtungskosten – und ersetzt das bisherige Schreiben von 2021. Die inhaltlichen Regeln bleiben zwar gleich, aber die Dokumentation muss deutlich präziser sein.
Was bleibt gleich?
- Nur 70 % geschäftlicher Bewirtungskosten sind abzugsfähig.
- Der Anlass muss geschäftlich und angemessen sein.
- Ein vollständiger Bewirtungsbeleg bleibt Pflicht (Ort, Datum, Betrag, Teilnehmer, Anlass).
Was ändert sich?
- Starker Fokus auf E-Rechnungen: Pflichtangaben nach neuem E-Rechnungsstandard müssen erfüllt sein.
- Scharfe Anforderungen an digitalisierte Belege: Unveränderbarkeit & GoBD-Konformität sind zwingend.
- Eigenbeleg weiterhin erforderlich – mit eindeutiger Zuordnung zur E-Rechnung. Anlass und Teilnehmende bleiben Pflichtangaben. Neu ist, dass der Eigenbeleg eine klare Referenz zur zugrunde liegenden E-Rechnung enthalten muss.
- Kleinbetragsrechnung, Papierrechnung, E-Rechnung, Scans: werden erstmals detailliert unterschieden.
- Für gastronomische Betriebe gilt: Bewirtungsrechnungen müssen über eine TSE-gesicherte Kasse erzeugt werden.
Risiko in der Praxis
Schon kleine Fehler – fehlender Anlass, unvollständige Teilnehmer, falsches Rechnungsformat – können zum vollständigen Verlust des Vorsteuerabzugs führen.
Gut zu wissen: Mit LINA erfasst du Bewirtungen direkt korrekt und kannst Belege digital archivieren.
3. Die E-Rechnung wird 2026 zum Standard – Übergangsphase läuft
Seit 1.1.2025 ist die E-Rechnung im B2B-Bereich gesetzlicher Standard (wir haben hier darüber berichtet). Für 2025 und 2026 gelten Übergangsregeln – aber der Trend ist klar: strukturierte E-Rechnungen werden zur Norm.
Was bedeutet das für deinen Betrieb?
- Du musst E-Rechnungen empfangen, lesen und archivieren können.
- Viele Lieferanten werden 2026 erstmals XRechnungen oder ZUGFeRD senden.
- Die Pflicht zur Ausstellung kommt gestaffelt, aber Vorbereitung ist 2026 schon notwendig.
Was funktioniert 2026 noch?
- Papier- und PDF-Rechnungen sind in vielen Fällen noch zulässig – aber nur als Übergangslösung.
Warum das wichtig ist
Damit Kassensystem, Warenwirtschaft und Buchhaltung künftig störungsfrei zusammenarbeiten, sollten 2026 alle Strukturen so aufgebaut sein, dass du jederzeit auf reine E-Rechnung umstellen kannst.
Gut zu wissen: LINA unterstützt dich, indem Belege sauber archiviert werden und FiBu-Schnittstellen klar strukturiert bleiben.
Kurze Checkliste: So startest du 2026 sicher
- Rechnungs- und Belegdruckfunktionen testen
- Kassensystem auf 7 % MwSt vorbereiten
- Bewirtungsprozesse aktualisieren (Anlass/Teilnehmer dokumentieren)
- E-Rechnungen empfangen & verarbeiten können
- Archivierung und GoBD-Prozesse prüfen
- Team schulen – vor allem Service & Buchhaltung
- Preise, Speisekarten, Online-Menüs aktualisieren
- Rechnungs- und Belegdruckfunktionen testen
2026 kann kommen
2026 bringt klare Strukturen in die Gastro-Welt: Mehr digitale Prozesse, mehr Dokumentation – und gleichzeitig Entlastung durch die Rückkehr des ermäßigten Steuersatzes.
Wer jetzt Kasse, Buchhaltung und Service sauber aufstellt, hat im kommenden Jahr weniger Aufwand und ist perfekt für die E-Rechnung vorbereitet.
Und das Beste: Mit LINA bist du für diese Neuerungen bestens gerüstet – von der korrekten Rechnungsausgabe über saubere Dokumentation bis hin zur zentralen Steuerlogik.
Solltest du noch Fragen haben sind wir jederzeit gerne für dich da!
